In vielen Kulturen stehen abstehende Ohren für Glück und Reichtum. In unserem Kulturkreis verhält es sich jedoch anders. Besonders Kinder leiden oft unter abstehenden Ohren, weil sie in der Schule Spott und Hänseleien ausgeliefert sind. Damit es nicht zu psychischen Störungen kommt, kann es sinnvoll sein, die Ohren anlegen zu lassen. Auch viele Erwachsene leiden unter diesem Phänomen, sodass nahezu jede Altersgruppe betroffen sein kann.
Abstehende Ohren können unterschiedliche Ursachen haben. Meist ist die sogenannte Haupttäfelung zu schwach ausgeprägt, zuweilen fehlt sie auch komplett. Aber auch andere kombinierte Fehlbildungen kommen infrage. Wenn man die Ohren anlegen lässt, wird der Ohrknorpel neu gefaltet und fixiert. Dafür wird ein in der Regel verdeckter Schnitt vorgenommen und der Knorpel in die gewünschte Form gebracht.
Eine besondere Vorbereitung auf die Operation ist nicht notwendig. Allerdings sollte man 10 Tage, bevor man sich die Ohren anlegen lässt, auf die Einnahme von Schmerzmitteln und Medikamenten, die Acetylsalicysäure enthalten, verzichten. Sie können zu Nachblutungen und der Schädigung von Haut und Knorpel führen. Nach der Operation ist es ratsam, ein Stirnband über den Ohren zu tragen.
Bevor man sich die Ohren anlegen lässt, kommt es zu einer örtlichen Betäubung, bei der die gesamte Ohrmuschel betäubt wird. Abgesehen von den OP-Geräuschen spürt der Patient bei der Behandlung nichts. Nachdem die Betäubung abgeklungen ist, muss man mit leichten Schmerzen rechnen, rund drei Wochen lang sollte man mit dem weichen Stirnband schlafen. Die Risiken der OP sind gering, Vorerkrankungen, Allergien oder die Einnahme von Medikamenten müssen jedoch berücksichtigt werden, bevor der Eingriff durchgeführt werden kann.

