Für abstehende Ohren gibt es verschiedene Ursachen. Meist sind Verformungen der Ohrknorpel angeboren, oder es entwickeln sich einzelne Knorpelelemente unzureichend und asymmetrisch. Das kann korrigiert werden. Beim Ohren anlegen ohne Narben wird die Fadenmethode verwendet, die in jedem Alter vorgenommen werden kann.
Die Methode
Die Fadenmethode erlaubt es, Nahttechniken individuell an anatomische Gegebenheiten anzupassen. Dadurch ist das Ohren anlegen ohne Narben möglich. Der Knorpel wird hierbei mit Fäden, die mittels einer schneidenden Nadel eingeflochten werden, wieder neu geformt. Es können Nähte in 4, 6 oder 8 Vektoren gesetzt werden. In manchen Fällen wird ohne zu schneiden der Ohrknorpel geschwächt, um die Formung zu ermöglichen. Sichtbare Narben gibt es nicht, der Patient bestimmt im Operationssaal die Position seiner Ohren mit. Diese sehen hinterher nicht operiert aus. Es gibt keine Ausfallzeiten am Arbeitsplatz, auch Verbände entfallen.
Die Methode ist bei 99 Prozent aller Menschen mit abstehenden Ohren anwendbar. Der Unterschied beim Ohren anlegen ohne Narben zu klassischen Methoden besteht im Verzicht auf das Skalpell. Das Ohr wird vielmehr durch Schwächung und Neuformung des Knorpels umgeformt. Die Methode ist minimalinvasiv, der Ohrknorpel wird nicht freigelegt. Dadurch entstehen auch keine Narben.
Der Ablauf der Operation
Die Operation dauert nur 15 bis 30 Minuten für jedes Ohr und findet unter lokaler Betäubung statt. Das erlaubt die Mitwirkung des Patienten bei der gewünschten Form seiner Ohren. Dann wird eine sogenannte Hydrodissektion durchgeführt (über der Anthelixfalte). Die gewünschte Position des Ohres wird angezeichnet, der Ohrknorpel wird geschwächt, ohne äußere Schnitte durchzuführen. Mit feinen Fäden erfolgt dann die Fixierung in der gewünschten Form.

